NaturaVIRIDITAS für die Gesundheitspflege ,,Natur“
Der Begriff „Viriditas“ begegnet uns immer wieder in den Schriften der heiligen Hildegard von Bingen.
Das lateinische Wort viriditas bedeutet zunächst so viel wie Grünheit, Grünkraft, Frische oder Lebenskraft.
Bei Hildegard bekommt diese Grünkraft jedoch eine tiefere Bedeutung.
Sie beschreibt damit eine Kraft des Wachsens, Gedeihens und Lebendigseins, die sie in der Natur und im Menschen wahrnimmt.
Dieser Gedanke berührt uns sehr. ❤️
Die Grünkraft des Lebens
Wer einmal im Frühling beobachtet hat, wie aus einem scheinbar kahlen Ast plötzlich wieder Knospen entstehen, kann vielleicht erahnen, was mit dieser Grünkraft gemeint sein könnte.
Ein Samenkorn liegt unscheinbar in der Erde.
Dann kommen Wasser, Wärme und Licht.
Es beginnt zu keimen.
Wurzeln entstehen.
Ein kleiner Trieb sucht seinen Weg ans Licht.
Und irgendwann steht dort vielleicht ein großer Baum.
Naturwissenschaftlich können wir viele dieser Vorgänge sehr genau beschreiben. Pflanzen nutzen beispielsweise bei der Photosynthese Lichtenergie, um chemische Energie aufzubauen.
Viriditas ist jedoch kein naturwissenschaftlicher Begriff für die Photosynthese.
Für uns ist die Grünkraft vielmehr ein wunderschönes Bild für jene Lebendigkeit, die Hildegard von Bingen in der Natur wahrgenommen und beschrieben hat.
Mensch und Natur
Manchmal sprechen wir von „der Natur“, als wäre sie etwas, das außerhalb von uns existiert.
Der Wald dort drüben.
Der Bach hinter dem Haus.
Die Tiere auf der Wiese.
Die Pflanzen im Garten.
Aber auch wir Menschen sind Teil dieser Natur.
Wir benötigen Wasser, Luft, Nahrung, Böden, Pflanzen und funktionierende Ökosysteme.
Vielleicht verändert sich deshalb unser Blick, wenn wir nicht mehr ausschließlich fragen:
„Was können wir aus der Natur herausholen?“
Sondern auch:
„Was können wir ihr zurückgeben?“
Unsere Erde ist keine unerschöpfliche Ressource
Unsere moderne Lebensweise hat vieles ermöglicht.
Gleichzeitig hinterlassen Rohstoffgewinnung, Bodenversiegelung, Verschmutzung, intensive Nutzung von Lebensräumen und andere menschliche Eingriffe sichtbare Spuren.
Arten verschwinden.
Lebensräume werden kleiner.
Böden werden belastet.
Gewässer brauchen Schutz.
Das soll uns nicht in Angst oder Schuld erstarren lassen.
Es darf uns vielmehr daran erinnern, dass wir Verantwortung übernehmen können.
Denn Natur- und Tierschutz beginnt nicht immer mit einem riesigen Projekt.
Manchmal beginnt er direkt vor unserer Haustür.
Kleine Schritte haben Bedeutung
Vielleicht können wir nicht heute die ganze Welt verändern.
Aber wir können beginnen.
Eine heimische Pflanze setzen.
Einem Insekt Lebensraum geben.
Weniger verschwenden.
Einen Baum schützen.
Müll aus der Natur mitnehmen.
Lebensmittel bewusster auswählen.
Tieren mit Respekt begegnen.
Einen Garten ein kleines bisschen wilder werden lassen.
Oder einfach wieder lernen, genauer hinzusehen.
Denn wer Natur wirklich wahrnimmt, beginnt häufig ganz von selbst, ihren Wert anders zu verstehen.
Wem gehört eigentlich die Natur?
Diese Frage beschäftigt uns bei NaturaViriditas besonders.
Natürlich gibt es Grundstücke, Besitzverhältnisse und Eigentumsrechte.
Aber auf einer tieferen Ebene stellt sich eine andere Frage:
Kann uns Natur wirklich gehören – oder tragen wir für den Teil, der uns anvertraut ist, lediglich Verantwortung?
Ein alter Baum denkt nicht in Grundstücksgrenzen.
Ein Vogel kennt kein Grundbuch.
Ein Bach fragt nicht, wem die Wiese gehört, durch die er fließt.
Und vielleicht erinnert uns gerade die Natur daran, dass nicht alles, was einen Wert besitzt, auch einen Preis haben muss.
NaturaViriditas
NaturaViriditas ist unser gemeinnütziger Verein für Natur- und Tierschutz.
Der Verein befindet sich derzeit noch im Aufbau.
Unsere Vision ist es, Natur nicht nur theoretisch schützen zu wollen, sondern langfristig Möglichkeiten zu schaffen, Lebensräume zu erhalten, Natur- und Tierschutzprojekte zu unterstützen und Menschen wieder stärker mit ihrer natürlichen Umgebung in Verbindung zu bringen.
Dabei interessieren uns insbesondere der Schutz von Lebensräumen, ein respektvoller Umgang mit Tieren und Pflanzen sowie Möglichkeiten, Naturflächen langfristig zu bewahren.
Nicht alles davon können wir heute schon verwirklichen.
Aber jede große Veränderung beginnt irgendwann mit einer Idee.
Und unsere ist eigentlich ganz einfach:
Wir möchten der Natur nicht nur etwas entnehmen.
Wir möchten ihr auch etwas zurückgeben.
Die Erde braucht keine großen Worte
Vielleicht müssen wir nicht darauf warten, bis jemand anderes beginnt.
Vielleicht braucht es nicht immer das perfekte Projekt, die große Organisation oder unendlich viel Geld.
Vielleicht braucht es zuerst Menschen, die wieder bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Menschen, die einen Baum nicht nur als Holz sehen.
Eine Wiese nicht nur als Baugrund.
Ein Tier nicht nur nach seinem Nutzen beurteilen.
Und Natur nicht erst dann vermissen, wenn sie verschwunden ist.
Deshalb möchten wir mit NaturaViriditas Schritt für Schritt unseren eigenen Beitrag leisten.
Nicht gegen den Menschen.
Sondern gemeinsam mit dem Menschen – für die Natur, von der auch wir ein Teil sind.
Oder ganz einfach gesagt:
Krempeln wir die Ärmel hoch und machen unsere Erde Schritt für Schritt ein bisschen schöner.
